"Der Rote Morgenmantel – Warum der Kauf einer Sache uns zwingt alles neu zu kaufen" erklärt die Spirale des Konsums anhand einer berühmten Anekdote des französischen Philosophen Denis Diderot. Diderot lebte zufrieden in Armut, bis er einen prachtvollen scharlachroten Morgenmantel geschenkt bekam. Plötzlich wirkte sein alter Schreibtisch schäbig im Vergleich zum neuen Mantel. Er kaufte einen neuen Tisch. Dann passte der Teppich nicht mehr. Am Ende hatte er seine gesamte Wohnung neu eingerichtet und war hoch verschuldet. Wirtschaftspsychologe Martin Kross nutzt diesen "Diderot-Effekt", um modernes Kaufverhalten zu erklären. Wir kaufen nicht, was wir brauchen, sondern was zur "Identität" unserer anderen Dinge passt. Ein neues iPhone verlangt nach neuen Kopfhörern; ein neues Sofa verlangt nach neuen Kissen. Das Buch bietet Strategien, um diese Kettenreaktion zu durchbrechen. "Der Rote Morgenmantel" lehrt den Leser, die "Einheit des Besitzes" zu ignorieren und Konsumgüter isoliert zu betrachten, um nicht Sklave der eigenen Einrichtung zu werden.
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